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X-Beine und O-Beine bei Kindern und Jugendlichen

Liebe Eltern, sind Sie besorgt über die Beinstellung Ihres Kindes?

Als spezialisierter Kinderorthopäde verstehe ich Ihre Sorgen vollkommen. Viele Familien kommen zu mir, weil sie sich fragen, ob die X-Beine oder O-Beine ihres Kindes normal sind oder behandelt werden sollten. Gerne möchte ich Ihnen hier die wichtigsten Informationen zu diesem Thema geben - klar, ehrlich und ohne Fachjargon.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • X-Beine (Genua valga) und O-Beine (Genua vara) sind bis zu einem gewissen Grad völlig normal.

  • Ausgeprägte oder einseitige Fehlstellungen können das Gelenk langfristig belasten.

  • Bei Jugendlichen zwischen 10 und 15 Jahren gibt es ein zeitlich begrenztes Fenster für eine schonende Korrektur ohne grossen Eingriff

  • Eine frühzeitige Abklärung ist einfach, schnell – und gibt Ihnen Klarheit

Was ist normal – und ab wann sollte ich zum Arzt?

Beim gesunden Kind verändern sich die Beinachsen im Verlauf des Wachstums: Kleinkinder haben häufig O-Beine, im Schulalter sind leichte X-Beine ganz typisch – und bis zum Ende der Wachstumsphase gleicht sich das meistens von selbst aus.

Dennoch gibt es Situationen, in denen eine ärztliche Abklärung sinnvoll – oder sogar dringend nötig – ist:

Was verursacht X-Beine oder O-Beine?

Beinachsenfehlstellungen entstehen aus unterschiedlichen Gründen. Die häufigste Ursache ist die normale Entwicklungsvariation – also eine Variante des Wachstums, die sich oft von selbst korrigiert. Daneben gibt es Fehlstellungen, die eine gezielte Behandlung erfordern:

  • Wachstumsbedingt (häufigste Ursache): asymmetrisches Wachstum der Wachstumsfugen (Epiphysenfugen) an Oberschenkel oder Schienbeinknochen

  • Nach Verletzungen: z. B. nach Knochenbrüchen im Wachstumsalter, die die Wachstumsfuge beeinflussen

  • Bei Grunderkrankungen: z. B. Vitamin-D-Mangel (Rachitis), Skelettdysplasien, Chromosomenstörungen

  • Idiopathisch: In vielen Fällen findet sich keine eindeutige Ursache – die Fehlstellung entsteht «von allein»

 

Eine einfache Röntgenaufnahme der Beine erlaubt es uns, die genaue Achse zu messen und die Ursache einzuordnen. Diese Untersuchung ist unkompliziert und in unserer Praxis routinemässig möglich.

Die schonende Lösung: Wachstumslenkung

Wenn eine Behandlung nötig ist – und das Timing stimmt – gibt es eine bemerkenswert elegante Methode:

Wie funktioniert Wachstumslenkung (Temporäre Hemiepiphyseodese)?

Der menschliche Knochen wächst an den sogenannten Wachstumsfugen – das sind die «aktiven Zonen» am Ende langer Röhrenknochen. Bei einer Beinachsenfehlstellung wächst eine Seite der Fuge schneller als die andere – so entsteht die Schiefe.

Bei der Wachstumslenkung befestigen wir ein kleines Metallplättchen mit zwei Schrauben auf der «zu schnell wachsenden» Seite der Wachstumsfuge. Diese Platte – je nach Hersteller z.B. unter Namen wie «Eight-Plate» oder «Epiplate» bekannt – bremst das Wachstum auf dieser Seite gezielt. Die gegenüberliegende Seite wächst ungehindert weiter. Das Resultat: Der Knochen korrigiert sich buchstäblich von selbst in die richtige Achse.

Ist die Korrektur erreicht, wird die Platte in einem kurzen Eingriff wieder entfernt – die Schrauben hinterlassen keine bleibenden Spuren im Knochen.

Was diese Methode besonders macht

  • Minimal-invasiv: Kleiner Eingriff, keine grossen Schnitte

  • Reversibel: Kein permanenter Eingriff – die kleine Platte wird nach der Korrektur wieder entfernt

  • Natürlich: Der Körper korrigiert sich selbst – wir lenken nur

  • Ambulant: In der Regel keine längere Hospitalisation notwendig

  • Bewährt: Weltweit etabliertes Verfahren mit sehr guten Langzeitergebnissen

Das Zeitfenster: Warum jetzt der richtige Moment sein könnte

Wachstumslenkung funktioniert nur, solange die Wachstumsfugen noch offen sind – das heisst, solange Ihr Kind noch im Wachstum ist. Dieses Fenster ist zeitlich begrenzt:

Optimales Zeitfenster für eine Wachstumslenkung:

  • Mädchen 10–13 Jahre

  • Jungen 10–14 Jahre

 

Nach Schluss der Wachstumsfugen ist eine Wachstumslenkung nicht mehr möglich. Dann wären aufwändigere Korrekturosteotomien nötig. Das ist der Grund, warum eine frühzeitige Abklärung so wichtig ist – nicht um Panik zu erzeugen, sondern damit Sie rechtzeitig alle Optionen kennen.

Ihr Kind ist 10–15 Jahre alt und Sie haben Fragen zur Beinachse?

Eine kurze Abklärung schafft Klarheit – ganz ohne Druck. Wir nehmen uns Zeit für Sie.

→ Jetzt Termin anfragen – wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.

Warum Kinder- und Jugendorthopädie Speth?

Dr. med. Bernhard Speth ist Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie mit langjähriger Spezialisierung auf die Kinderorthopädie. Er behandelt er ausschliesslich Kinder und Jugendliche – mit dem Anspruch, jedem Kind und jeder Familie seine persönliche Bestmedizin zu bieten.

  • Spezialist für komplexe Deformitäten, Beinachsenfehlstellungen und Wachstumslenkung

  • Praxis direkt am Bahnhof Aarau – gut erreichbar aus der ganzen Nordwestschweiz

  • Schnelle Terminvergabe und persönliche Begleitung von der Diagnose bis zur Nachsorge

  • Enge Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Aarau und dem Kinderspital Aarau für operative Eingriffe

  • Europäisches Netzwerk in der Kinderorthopädie – Mitglied der SWISSPOS (Swiss Paediatric Orthopaedic Society und der EPOS (European Paediatric Orthopaedic Society)

Häufige Fragen von Eltern:

«Muss mein Kind wirklich operiert werden?»

Nicht unbedingt. Viele Fehlstellungen korrigieren sich von selbst. Wenn eine Behandlung nötig ist, ist die Wachstumslenkung oft der schonendste Weg – kein grosser Eingriff, keine langen Narben. Wir prüfen das gemeinsam und erklären Ihnen alle Optionen.

 

«Unser Kinderart meint, das wächst sich aus. Sollte ich trotzdem kommen?»

Oft hat Ihre Hausärztin Recht. Aber: Bei Jugendlichen über 10 Jahren lohnt sich eine gezielte Fachbeurteilung – denn das Zeitfenster für eine schonende Korrektur schliesst sich. Eine Abklärung dauert eine Stunde und gibt Ihnen Gewissheit.

«Wie schmerzhaft ist die Wachstumslenkung?»

Der Eingriff ist sehr klein. Er findet meist in kurzer Vollnarkose statt. Nach dem Eingriff sind die meisten Kinder innerhalb weniger Tage wieder voll aktiv. Schmerzmittel werden nur kurze Zeit benötigt.

«Wir kommen aus Zürich / Basel – ist das zu weit?»

Viele unserer Familien kommen aus der ganzen Schweiz. Unsere Praxis liegt direkt am Bahnhof Aarau und ist von Zürich und Basel in ca. 40–45 Minuten erreichbar. Für Abklärungen, die mehrere Termine erfordern, planen wir das gemeinsam so, dass es für Sie so einfach wie möglich ist.

 

Zweitmeinung willkommen: Wenn Ihnen andernorts bereits eine Operation empfohlen wurde und Sie sich noch nicht sicher sind – buchen Sie gerne einen Abklärungstermin. Wir nehmen uns Zeit, Ihre Situation sorgfältig zu beurteilen.

Viele Familien kommen auch für eine Zweitmeinung zu mir – das ist völlig in Ordnung und zeigt, wie verantwortungsvoll Sie mit der Gesundheit Ihres Kindes umgehen.

Bereit für den nächsten Schritt?

Vereinbaren Sie bei interesse gerne einen Termin

 

Tel. 062 822 23 04 

Email: info.kinderortho@hin.ch

Website:www.kinderorthopraxis.ch

 

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Ihr Kind mit geraden, gesunden Beinen ins Erwachsenenleben startet.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • X-Beine (Genua valga) und O-Beine (Genua vara) sind bis zu einem gewissen Grad völlig normal.

  • Ausgeprägte oder einseitige Fehlstellungen können das Gelenk langfristig belasten.

  • Bei Jugendlichen zwischen 10 und 15 Jahren gibt es ein zeitlich begrenztes Fenster für eine schonende Korrektur ohne grossen Eingriff

  • Eine frühzeitige Abklärung ist einfach, schnell – und gibt Ihnen Klarheit.

Kinder- und Jugendorthopädie

Dr.med. Bernhard Speth & Dr. med. Kira Barlow Neu ab März

KSA am Bahnhof

Bahnhofplatz 3c

5000 Aarau​

 

Tel. 062 822 23 04 

Email: info.kinderortho@hin.ch

Website:www.kinderorthopraxis.ch

Telefonzeiten Sekretariat:

Montag 9-12 Uhr und 13-16 Uhr

Dienstag  9-12 Uhr und 13-16 Uhr

Mittwoch 9-12 Uhr 

Donnerstag 10-12 Uhr und 13-16 Uhr

Sprechstundenzeiten: 

Montag, Dienstag, Donnerstag  8:30-12 Uhr & 13-17 Uhr

 

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